In vielen Bundesländern hat sich in den letzten Jahrzehnten die Schmutzfrachtberechnung zum Nachweis der jährlich entlasteten CSB-Fracht etabliert, ist jedoch für die Bewertung einer konkreten Gewässerbelastung unzureichend. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert zwingend den „guten ökologischen Zustand“ der Gewässer, welcher hierbei über den biologischen Zustand (Gewässerflora, wirbellose Fauna, Fischfauna) und unterstützend über den physikalisch-chemischen und morphologischen Zustand bewertet wird.

Die Einleitungen aus städtischen Entwässerungssystemen beeinflussen alle drei genannten Zustandskriterien maßgeblich, womit verstärkt die dynamische, akute Auswirkungen von Misch- und Regenwassereinleitungen auf die ökologische Fließgewässerqualität und somit eine immissionsbezogene Betrachtung in den Mittelpunkt der Betrachtungen rückt. Eine dynamische Berechnung ökologisch relevanter, chemisch-physikalischer Schlüsselparameter wird erforderlich.

Die Methodik von Schmutzfrachtberechnungen hat sich vor diesem Hintergrund gewandelt. Zusätzlich zum nach wie vor etablierten Nachweis von Jahresentlastungsfrachten sind für einen fachgerechten Immissionsnachweis zeitlich und örtlich hochaufgelöste Datenreihen für Durchfluss und Stoffkonzentration an den Schnittstellen zum Gewässer und zur Kläranlage bereitzustellen.

Weiterhin sind Schmutzfrachtsimulationen eine wesentliche Voraussetzung für eine integrale Entwässerungsplanung und den Entwurf integrierter Steuerungskonzepte für Kanalnetz und Kläranlage.

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